Historisches

75 Jahre Flugsport in Schmallenberg

Liebevoll zusammengestellt von Christel Klauke

Bereits im 19. Jahrhundert hatte ein Schmallenberger Bürger, der Bildhauer Kaspar Hamm, (1800 – 1867) den „Traum vom Fliegen“. Er sprang mit angeklebten Hühner- und Gänsefedern und Korbwannen an den Armen aus der Dachluke seines Hauses auf die darunter liegende Dungstätte. Der Versuch endete mit einem Rippenbruch. Im Volksmund brachte ihm dieser Flugversuch den Namen „Floigenkaspar“ ein. Die Fluggemeinschaft Rennefeld in Schmallenberg setzte ihm auf dem alten Friedhof auf dem Werth ein Denkmal mit der Inschrift

Häv Bieller hoggt un Voih kureiert

un äuk et Floigen mol probeiert,

doch’t Floigen is mey nit gerohn,

Hiär lot mik siellig oberstohn.

(Habe Bilder gehauen und Vieh kuriert und auch das Fliegen mal probiert, doch das Fliegen ist mir nicht gelungen, Herr lass mich selig auferstehn)

Im Jahre 1933 wurde von flugbegeisterten Schmallenberger Männern und Frauen der erste Luftsportverein in Schmallenberg gegründet. Der Luftsportverein nannte sich DLV (Deutscher Luftsportverband) Ortsgruppe Schmallenberg. 1. Vorsitzender von 1933 – 1945 war Anton Mönig aus Schmallenberg. In mühsamer Arbeit bauten Mitglieder des Vereins in den Schreinerwerkstätten Hardebusch und Witte einen Schulgleiter, und dieses Flugzeug wurde 1935 unter großer Beteiligung der Schmallenberger Bürger durch den Bürgermeister Krass auf den Namen „Floigenkaspar“ getauft.

Die Schulung der Schmallenberger Segelflieger fand auf dem Fluggelände in Schüren bei Meschede statt. Nachdem August Stockhausen eine Ausbildung als Fluglehrer absolviert hatte, konnte in Schmallenberg am Aberg geschult werden. Nahe dem Fluggelände, auf dem Grundstück des Baron von Fürstenberg, wurde von den Vereinsmitgliedern eine Flugzeughalle gebaut. Die Finanzierung erfolgte durch Eigenleistung, Spenden und mit Hilfe der Stadt Schmallenberg

Als 1939 der Krieg ausbrach, war es vorerst mit diesem schönen Sport zu Ende, und keiner wusste, wie lange diese Unterbrechung dauern sollte. Die meisten Mitglieder wurden eingezogen – und für lange Zeit wurde es still auf dem Segelfluggelände am Aberg.

15 Segelflieger waren im II. Weltkrieg gefallen oder verstorben.

Nach Kriegsende 1945 traf alle Flieger und Segelflieger das Verbot der Siegermächte, nicht mehr fliegen zu dürfen, gleich hart. Erst nach 6 Jahren wurde das Flugverbot aufgehoben.

Am 19. Mai 1951 fand auf Veranlassung von August Stockhausen und Ewald Schüssler eine Gründungsversammlung im Gasthof „Zur Krone“ (Penne) statt. Auf dieser Versammlung wurde der Luftsportverein neu gegründet. Er nannte sich Aero-Club Schmallenberg. In der Gründungsversammlung wurde von 35 Mitgliedern der Vorstand gewählt:

Karl Theo Kevekordes  1. Vorsitzender

Wilhelm Göddeke          Geschäftsführer

Albert Hoffmann            Kassierer

Ewald Schüssler             Bauleiter

Auf einer der folgenden Versammlungen beschloss man den Kauf eines neuen Schulgleiters (SG 38). Die Finanzierung erfolgte mit einem Kredit der damaligen Sparkasse des Amtes Schmallenberg. Das bisherige Fluggelände am Aberg konnte durch die zuständigen Behörden wieder zugelassen werden.

Im Herbst 1952 fand im Grafschaft-Tal eine Flugwerbewoche statt. Mit einem doppelsitzigen Segelflugzeug (Mü 13 E) wurden erstmals nach dem Krieg wieder Gast- und Schulflüge veranstaltet. Pilot war Walter Molz, der spätere Fluglehrer des Vereins. Im Dezember 1952 konnten unter der Leitung des Fluglehrers Karl Bölting aus Büenfeld die ersten Gummiseilstarts erfolgen.

1953 entschloss sich der Aero-Club Schmallenberg zum Kauf eines doppelsitzigen Segelflugzeugs der neueren Generation vom Typ Ka 2 „Rhönschwalbe“. Der Kaufpreis von 8.500 DM konnte allein von den Schmallenberger Segelfliegern nicht aufgebracht werden. Man entschloss sich, mit den Nachbarvereinen Fredeburg und Meschede eine Fluggemeinschaft zu gründen. Für die Doppelssitzer-Schulung war ein Gelände auf dem Rennefeld zwischen Werpe und Wormbach geeignet und zugelassen. Die zum Start eines Segelflugzeugs erforderliche Winde bauten in Eigenleistung Mitglieder des Vereins unter Anleitung von August Stockhausen. Das Kernstück der Winde – ein 100 PS starker Maybach-Motor – wurde in einen ausgedienten Feuerwehrwagen eingebaut, den die Stadt Schmallenberg spendete. Zum Ausziehen des Schleppseils setzte man ein altes englisches Motorrad mit Beiwagen ein.

Nach der Zulassung des Fluggeländes Rennefeld durch die Luftaufsichtsbehörde in Münster am 15. Dezember 1953 erfolgten bereits am 31. Januar 1954 die ersten Starts auf dem neuen Gelände. Für die Ausbildung der Segelflieger waren die Fluglehrer Karl Bölting, Walter Molz und Hans Günter Heinzel zuständig.

Anzahl der Flugschüler: Schmallenberg 16, Fredeburg 5 und Meschede 35, insgesamt 56 Schüler.

Die Landungen auf dem Gelände waren schwierig. Im Osten erfolgte die Landung über einen Tannenwald – die Landefläche betrug etwa 180 Meter – , im Westen musste direkt hinter einer Hochspannungs-Freileitung auf einer ebenfalls sehr kurzen Fläche gelandet werden.

Es entwickelte sich bereits im Jahr 1954 ein reger Flugbetrieb. Die Taufe der Rhönschwalbe erfolgte auf Wunsch der Mescheder Fliegerkameraden in Meschede auf dem Sportplatz „Im schwarzen Bruch“ auf den Namen des Mescheder Flugpioniers „Arnold Flues“.

Die Flugzeuge Ka 2 und SG 38 waren in der Schützenhalle in Wormbach untergestellt. Auf einem Anhänger, der von einem Traktor gezogen wurde, konnten die Flugzeuge zum Flugplatz transportiert werden. Der Preis eines Schulstarts lag bei 1,– DM, der eines Passagierstarts bei 10,– DM.

Im August 1955 fand in Oerlinghausen die 1. Deutsche Segelflugmeisterschaft nach dem II. Weltkrieg statt. Die Fluggemeinschaft Rennefeld nahm an dieser Meisterschaft mit der Rhönschwalbe teil, – Pilot Hans Günter Heinzel, Kopiloten August Stockhausen und Ewald Schüssler. Die Fluggemeinschaft belegte den 4. Platz in der Doppelsitzerklasse.

Nach gründlicher Schulung erfolgten im Oktober 1955 die ersten Alleinflüge auf dem Schulgleiter SG 38. Für Hochstarts an der Winde baute August Stockhausen eine Sitzverkleidung (Boot) um den sonst offenen Pilotenssitz. A und B-Prüfungen schafften die Schmallenberger Segelflieger Arnold Mönig, Albert Hoffmann, Jost Vollmert, Karl Dahm, Walter Mohren, Ulli Ermecke sowie Günter Hinkel, Meschede und Benno Rameil, Finnentrop.

Nach einem Lehrgang bestand Ewald Schüssler 1956 die Fluglehrer-Prüfung.

Anfang 1957 trat der LSV Meschede aus der Fluggemeinschaft Rennefeld aus, um auf dem wieder zugelassenen Fluggelände in Schüren zu fliegen. Die Fluggemeinschaft Rennefeld bestand jetzt noch aus den Vereinen Fredeburg und Schmallenberg.

Eine weitere wichtige Aufgabe für die Fluggemeinschaft war der Bau einer neuen Flugzeughalle. Der Kostenvoranschlag für eine 10 x 25 Meter große Flugzeughalle belief sich auf 20.000,- DM. Die Stadt Schmallenberg bewilligte einen Zuschuss, das Land NRW stellte ebenfalls eine größere Summe zur Verfügung, der Rest wurde durch Eigenleistung aufgebracht. Am 29. September 1957 fand die kirchliche Einweihung der Flugzeughalle durch Herrn Dechant Rüsing aus Wormbach statt.

Im gleichen Jahr wurde eine neue Winde in einen amerikanischen Straßenkreuzer Cadillac in Eigenleistung eingebaut. Ein VW-Kübelwagen aus dem II. Weltkrieg konnte als Seilrückhol-Fahrzeug angeschafft werden.

Nach 6 Jahren harter Arbeit betrug das Vermögen der Fluggemeinschaft ca. 68.000,- DM.

1958 feierte die Fluggemeinschaft Rennefeld „25 Jahre Flugsport in Schmallenberg“.

Zu diesem Anlass wurde der Gedenkstein zu Ehren des Floigenkaspars auf dem alten Friedhof eingeweiht.

1959 erhielt August Stockhausen das Diplom „ Otto Lilienthal“, Georg Beckmann legte die Prüfung als Segelfluglehrer ab, und die Fluggemeinschaft Rennefeld kaufte ein zweites doppelsitziges Schulungs-Segelflugzeug vom Typ Ka 7.

1960 kaufte die Fluggemeinschaft ein einsitziges Segelflugzeug “Libelle“ von der Firma Lommatsch aus der damaligen DDR. Der Verkäufer stand angeblich unter Spionageverdacht und wurde auf dem Rennefeld vom Bundesverfassungsschutz verhaftet.

1961 löste sich der Aero-Club Kahler Asten in Winterberg auf und trat mit seinem Flugpark (2 Segelflugzeuge Ka 2 b und Gö 4, Schleppwinde und Seilrückholwagen) der Fluggemeinschaft Rennefeld bei.
Mit der Zulassung des Flugplatzes Rennefeld für Motorflug eröffneten sich für den Verein weitere Perspektiven:
Ein Motorflugzeug vom Typ Auster MK 5, ein dreisitziger Hochdecker, wurde als Passagier- und Schleppflugzeug angeschafft. Die Motorflugberechtigungen erwarben Werner Klens, Ewald Schüssler, Georg Beckmann, Dieter Siebert und Paul Stracke.

Zur besseren Übersicht musste ein Kontrollturm errichtet werden.

1963 legte Paul Stracke seine Prüfung als Segelfuglehrer ab, nun standen der Fluggemeinschaft 3 Segelfluglehrer zur Verfügung.

1964 wurde die Motormaschine Auster MK 5 durch eine neue Maschine Beagle-Terrier ersetzt. Weiter baute die Fluggemeinschaft eine neue Doppeltrommel-Winde.

1965 wurde die Flugzeughalle umgebaut und erweitert und ein neues einsitziges Segelflugzeug vom Typ Ka 8b gekauft.

1968 bestand Konrad Reimann seine Prüfung als Fluglehrer und erwarb die Berechtigung für Motorflug.

Die Außenanlagen wurden verbessert und ein Kinderspielplatz angelegt.

1970 fand auf dem Flugplatz Rennefeld ein „Internationales Astronomisches Jugendlager“ statt. Die Teilnehmer kamen aus USA, der Schweiz, Italien, Holland, England, Belgien, Spanien, Tunesien und Deutschland. Organisator des Jugendlagers waren Werner Liesmann aus Hundesossen und Mitglieder der Fluggemeinschaft.

1971 erwarb die Fluggemeinschaft einen doppelsitzigen Motorsegler vom Typ SF 25b.

Bereits im Vorjahr hatten mehrere Vereinsmitglieder ihre Lizenz für Motorsegler erworben. Ewald Schüssler und Paul Stracke legten ihre Prüfung als Motorsegler-Lehrer ab.

Um Schüler und Jugendliche für den Flugsport zu begeistern, wurde mit dem Gymnasium Schmallenberg eine Schülerfluggemeinschaft gegründet. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wurde ein neues doppelsitziges Schulungs-Segelflugzeug vom Typ ASK 13 angeschafft.

1972 Ankauf einer neuen viersitzigen Schlepp- und Reisemaschine vom Typ Jodel DR 300, die Beagle Terrier wurde in Zahlung gegeben.

1973 Eintritt der Fluggemeinschaft Rennefeld in die Flugplatz-GmbH Hochsauerland.

Die Flugplatz- GmbH Hochsauerland wurde im Jahr 1965 gegründet mit dem Ziel, im Raum Schmallenberg einen leistungsfähigen Flugplatz zu schaffen. Als Gesellschafter traten der Flugplatz- GmbH die Städte Schmallenberg, Fredeburg und Winterberg sowie namhafte heimische Firmen bei.

Nachdem der Regierungspräsident in Münster mit Verfügung vom 26.06.1972 die Genehmigung zum Ausbau des Segelfluggeländes Rennefeld zu einem Sonderlandeplatz erteilt hatte, beschloß die Flugplatz-GmbH im Januar 1973, den Ausbau durchzuführen.

Dieses Vorhaben war nur möglich durch die Weitsicht und Unterstützung aller Kommunal-Politiker und durch den besonderen Einsatz unseres Bürgermeisters Paul Falke. Mit der Katholischen Kirchengemeinde Wormbach wurde ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen, und somit begann der Ausbau. Die Kosten trug das Land Nordrhein-Westfalen, der Kreis Meschede und die Fluggemeinschaft Rennefeld, letztere in Form von Eigenleistungen.

1975 Während des Ausbaus konnte auf dem Platz nur beschränkt geflogen werden; geschult wurde auf dem Nachbarflugplatz Schameder bei Erndtebrück.

Nach gut 1-jährigem Ausbau erhielt die Fluggemeinschaft am 18.07.1975 die behördliche Genehmigung des Regierungspräsidenten in Münster zur Inbetriebnahme des Sonderlandeplatzes „Schmallenberg-Rennefeld“.

Der neue Platz ist zugelassen für Motorflugzeuge (ein- und zweimotorige bis 2000 kg), Hubschrauber, Motorsegler und Segelflugzeuge (Flugzeug- und Windenschlepp).

Die Start- und Landebahn hat eine Länge von 800×30 m mit Rollweg.

1976 Die offizielle Einweihung des neuen Platzes, in Verbindung mit einem „Fly In“ und einem Flugtag, war am 24.und 25. Juli.

Im gleichen Jahr kaufte die Fluggemeinschaft ein neues Segelflugzeug ASW 19 mit Transportwagen, das bei einer Außenlandung während des Sauerland-Wettbewerbs 1977 zu Bruch ging.

1977 wurde vom 09. bis 24. Juli zum ersten Mal auf dem Rennefeld der Sauerland-

Segelflug-Wettbewerb ausgetragen, 20 Segelflugzeuge nahmen daran teil.

In der Clubklasse beteiligten sich Konrad Reimann, Gregor Vogt und Hans-Georg Gloth.

Konrad Reimann landete auf dem 2. Platz, das Team Vogt / Gloth belegte den 8. Platz

1978 Anschaffung einer zweiten viersitzigen Motormaschine vom Typ Jodel DR 400 sowie eines einsitzigen Segelflugzeugs vom Typ Astir.

1979 sagte der Verkehrsausschuß des Landes NRW zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und zum Erhalt des Flugplatzes Schmallenberg-Rennefeld eine langfristige Förderung zu. Mit dieser Zusage konnte der zweite Bauabschnitt – eine Flugzeughalle mit Vorfeld und Tankanlage – begonnen werden.

1980 Fertigstellung der neuen Halle mit den Maßen  40 x 20 m  mit Vorplatz und Tankanlage (Fassungsvermögen 25000 Ltr.)

Unter außergewöhnlicher finanzieller Beteiligung einiger Mitglieder erwarb die Fluggemeinschaft ein mittlerweile selten gewordenes Flugzeug vom Typ PA 18, das vollkommen überholt wurde.

1983 wurde der Platz mit Genehmigung des Regierungspräsidenten in Münster für  Fallschirmabsprünge zugelassen. Der Fallschirmsport-Club Leverkusen e.V. kam als Gastverein auf unseren Platz.

Im Zuge der Sicherheitsmaßnamen wurde der Platz in östlicher Richtung mit Unterstützung des Landes NRW um 100 m erweitert.

Die alte Flugzeughalle wurde in Eigenleistung für Lehrgänge und Veranstaltungen umgebaut und ein neuer Schulungs- und Aufenthaltsraum eingerichtet.

1983 feierte die Fluggemeinschaft Rennefeld ihr 50-jähriges Bestehen. Eine große Jubiläumsveranstaltung fand in der Hawerlandhalle Wormbach statt mit Gästen aus Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik, Vertretern der Bezirksregierung Münster, hochrangigen heimischen Wirtschaftsvertretern und Nachbarvereinen. Der Vizepräsident des Deutschen Aero-Clubs Reinhold Krämer verlieh das Dipolm „Otto Lilienthal“ an die Fluggemeinschaft Rennefeld, die Stadt Schmallenberg, Dieter Siebert und Paul Stracke. Die goldene Ehrennadel bekam Ewald Schüssler.

Im Jubiläumsjahr wurde auf dem Rennefeld zum 2. Mal der Sauerland-Segelflugwettbewerb mit 21 Flugzeugen ausgetragen  und endete mit einem Großflugtag.

1985 in der Jahreshauptversammlung am 26.01. trat der 1. Vorsitzende der Fluggemeinschaft Dr. Josef Knipschild aus Krankheitsgründen zurück. Die Versammlung dankte ihm für 13 Jahre Vorstandsarbeit und wählte ihn zum Ehrenvorsitzenden.

Zum Nachfolger wurde Ewald Schüssler gewählt.

1985 beendete Andreas Hennes aus Saalhausen erfolgreich seine Ausbildung als Segelfluglehrer.

Mit großzügiger Unterstützung von Stadt, Kreis, dem Verband und  Mitgliedern wurde ein neues  Kunststoff-Segelflugzeug  G 103 Twin Astir als Doppelsitzer-Schulmaschine gekauft. Mit diesem Flugzeug kann auch Kunstflug ausgeführt werden. Diese Möglichkeit nutzten drei Jahre später drei Fluglehrer unseres Vereins – Paul Stracke, Klaus Lorenz und Heinz Enste – und erwarben nach einem 1-wöchigen, von Paul Stracke organisierten Kunstfluglehrgang die Kunstflugberechtigung. Das Zusehen bei ihren Prüfungsflügen war für die Zuschauer wie ein kleiner Flugtag.

1986 Als Dank und Anerkennung für ehrenamtliche Tätigkeit im Verein wurde den Mitgliedern  Walter Bröker, Elisabeth Schauerte, Christel Klauke, Fritz Schutzeichel und Bernhard Henkel das Diplom „ Otto Lilienthal“ verliehen.

1987 verließ der Fallschirmspringer-Club Leverkusen e.V. den Flugplatz Rennefeld.

1988 Beim Sauerland Wettbewerb erreichte Frank Beckemann in der Club-Klasse den 1. Platz.

Im gleichen Jahr wurden Frank Beckmann, Andreas Hennes und Klaus Lorenz als Motorsegler-Lehrer und Ulf Klinger als neuer Segelflug-Lehrer ausgebildet.

1989 kam der Fallschirmspringer-Club Iserlohn als Gastverein zum Rennefeld.

Am Montag, dem 06.11.1989, wurden bei einem Schwelbrand rd. 80 %  des Flugzeugbestandes der Fluggemeinschaft Rennefeld vernichtet. Weitere Schäden entstanden an der großen Flugzeughalle der Flugplatz GmbH und an einer Cessna-Absetzmaschine des Fallschirmspringerclubs Iserlohn.

Die Fluggemeinschaft hatte Totalschaden an dem Motorsegler SF 25 und 2 Segelflugzeugen zu beklagen. Ein Motorflugzeug sowie 1 Leistungs-Segelflugzeug konnten nur mit hohem finanziellen Aufwand grundüberholt werden. Der Gesamtschaden an Flugzeugen lag bei rd. 270.000,– DM. Alle Flugzeuge waren zum Zeitwert versichert, damit entstand dem Verein eine finanzielle Unterdeckung von  rd. 100.000,- DM.

1990 Nach rd. 1 Jahr konnte der Verein dank großzügiger Spenden der Mitglieder und Unterstützung durch die Stadt Schmallenberg eine finanzielle Ausstattung erreichen, die eine Wiederbeschaffung des ursprünglichen Flugzeugparks ermöglichte. Im Spätsommer 1990 konnte ein neuer Motorsegler SF 25 C mit dem Kennzeichen D – KIOA erworben werden. Im  Rahmen unseres Fluplatzfestes wurde der neue Motorsegler vorgestellt und nach gutem altem Brauch gesegnet.

Vom  17. – 22. Juli fand zum 3. Mal der Sauerland Segelflugwettbewerb auf dem Flugplatz Rennefeld statt. Frank Beckmann errang den 2. Platz in der Club-Klasse sowie Ulf Klinger und Volker Stracke den 4. Platz in der Doppelsitzer-Klasse.

1991 Auf der Jahreshauptversammlung am 02. Februar gab der 1.Vorsitzende der Fluggemeinschaft Rennefeld Ewald Schüssler seinen Entschluß bekannt, sich aus Krankheitsgründen nicht mehr zur Wahl zu stellen und sich aus dem Vorstand zurückzuziehen. Die Versammlung ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden.

Zu seinem Nachfolger wurde Hans Zeumer aus Fredeburg  gewählt.

Am 20.04.1991 wurde ein neues einsitziges Hochleistungs-Segelflugzeug DG 300 mit dem Kennzeichen D-5351 gekauft und am 30.09.1992 als Ersatz für die verbrannte Twin Astir ein neues Doppelsitzer-Schulungssegelflugzeug Twin III mit dem Kennzeichen D-0591 angeschafft.

1992 wurde die ehemalige Hubschrauberhalle der Fa. Falke der Fluggemeinschaft Rennefeld übertragen und als Werkstatt für Wartungs- und Überholungsarbeiten an Flugzeugen  eingerichtet.

Mit Christoph Bauermeister bekam der Verein einen neuen Segelfluglehrer.

1993 wurde das in die Jahre gekommene Segelflugzeug Jeans Astir verkauft und durch ein einsitziges Leistungs-Segelflugzeug LS 1 mit dem Kennzeichen D 0382 ersetzt.

Der Bau eines neuen Kontrollturmes mit Vorbereitungsraum und Büro durch die Flugplatz GmbH mit Mitteln des Landes NRW und Eigenleistung des Vereins wurde 1992  begonnen und 1993 fertiggestellt. Am 04.07.1993 wurde der Turm in einer Feierstunde eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Anwesend waren der Bürgermeister Belke-Grobe, Stadtdirektor Halbe, Stadtkämmerer Schrewe, Vertreter der Regierung Düsseldorf und des Finanzbauamtes Dortmund. Begrüßt wurden die Besucher durch den 1. Vorsitzenden der Fluggemeinschaft Rennefeld Hans Zeumer und den Geschäftsführer der Flugplatz GmbH  Dieter Neumann. Es kam zu einer würdigen und eindrucksvollen Feier, als Pastor Kleffner aus dem Nachbarverein Attendorn -seit langem mit der Fliegerei und dem Rennefeld verbunden – den neuen Turm segnete und das VATER UNSER sprach.

Aus Anlass der Einweihung und weil es dringend nötig war, wurde der Vorplatz vor der Kantine, der alten Flughalle und dem neuen Turm neu gepflastert.

1994 änderte der Fallschirmsportclub Iserlohn seinen Namen und nennt sich nunmehr Fallschirmsportclub Sauerland. Er ist fester Bestandteil des Flugbetriebes und führt jährlich  ca. 1.300 Sprünge durch. Bei den stattfindenden Flugplatzfesten setzt er mit seinen bunten Fallschirmen bei den Vorführungen immer ein Highlight.

Am 03.03.1994 landeten Bundeskanzler Kohl und der NRW-Innenminister Schnoor mit einem Hubschrauber aus Anlass des 750-jährigen Stadtjubiläums auf dem Rennefeld.

Im Verlaufe dieses Jubiläums fand am 11.09. ein historischer Festzug statt, an dem die Fluggemeinschaft Rennefeld sich mit einem „Floigenkaspar-Wagen“ beteiligte. Der Sprung des Floigenkaspars Alex Vollmert war einer der Höhepunkte im Festzug.

Die Fluggemeinschaft hatte Gelegenheit, eine neuwertige Motormaschine vom Typ Jodel Regent DR 400 zu kaufen. Die Finanzierung war nur möglich durch den günstigen Verkauf der 1978 angeschafften Motormaschine Jodel DR 400. Die Überführung der neuen Motormaschine mit dem Kennzeichen D-EWSR erfolgte am 02.08.1994 durch Dieter Siebert.

1995 nahmen 3 jugendliche Mitglieder unseres Vereins an dem Segelflugwettbewerb „Krähenfliegen“ in Münster-Telgte teil. Frank Demelius landete mit der LS 1  D-0382  in der Standard-Klasse auf dem  2. Platz, Jasmin Richter und Dirk Oberstadt mit der Ka 8 D-5431 in der Club-Klasse auf dem 3. Platz.

Eine Ehrung für verdiente Mitglieder wurde Ewald Schüssler und dem langjährigen technischen Leiter Walter Bröker aus Winterberg zuteil, sie erhielten die Silberne Ehrenmedaille des Aero-Clubs.

Am 08.01.1996 brach aus nicht geklärter Ursache ein Schwelbrand in der  Holzwerkstatt aus, bei dem die gesamte Inneneinrichtung zerstört wurde.

Der Rumpf des Segelflugzeugs Ka 13 und der Rumpf der Motormaschine PA 18, die zur Überholung in der Werkstatt standen, wurden stark beschädigt.

In den vergangenen 3 Jahren wurde intensiv über die Verwendung des alten Kontrollturms nachgedacht, Pläne gemacht und wieder verworfen. Schließlich wurde am 01.06.1996 der 1960 errichtete Kontrollturm abgerissen und entsorgt. An dessen Standort wurde ein Kantinenanbau errichtet, – Richtfest wurde am 28.06. gefeiert – und die Fertigstellung kann als wohl gelungen bezeichnet werden.

Im Juli 1996 wurde zum 4. Mal der Sauerland Wettbewerb auf dem Rennefeld ausgetragen, bei dem das Wetter nicht so gut mitspielte. Die Vereinsmitglieder Volker Mahnke, Ulf Klinger, Sabrina und Michael Schmidt nahmen daran teil.

1997 konnte Frank Demelius als neuer Segelfluglehrer der Fluggemeinschaft begrüßt werden.

Am 29.05.1997 trug der seit 1989 auf dem Rennefeld beheimatete Fallschirmspringerclub Iserlohn aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens die Landesmeisterschaft im Fallschirmspringen aus.

Am 02.11.1997 verstarb unerwartet unser Ehrenvorsitzender Ewald Schüssler.

Er hatte seit Neugründung der Fluggemeinschaft im Jahre 1951 durch unermüdlichen persönlichen Einsatz am Aufbau und der Fortentwicklung des Vereins maßgeblichen Anteil. In über 40-jähriger Tätigkeit hat er den Luftsport und die Fluggemeinschaft Rennefeld in der Stadt Schmallenberg zu einer anerkannten und geschätzten sportlichen Stätte mit aufgebaut.

Durch seine fliegerischen und pädagogischen Fähigkeiten war er über Generationen hinweg als Fluglehrer und Flugleiter tätig, wobei er die Jugendarbeit besonders gefördert hat. Seine Begeisterung und sein Engagement für den Luftsport wirkten über seinen Verein hinaus bis in den Bezirk und Landesverband. Seine Leistungen wurden durch höchste Auszeichnungen und Ehrungen anerkannt.

1999 wurden durch Eigenleistung der Jugendgruppe unseres Vereins ein neuer Spielplatz und ein neuer Grillplatz angelegt, die „Kral“ genannte Grillhütte wurde erneuert.

2000 Auf der Jahreshauptversammlung am 11.03.2000 hat sich der 2. Vorsitzende unseres Vereins Dieter Siebert nach über 35-jähriger Vorstandsarbeit aus dem operativen Geschäftsbereich verabschiedet. Er erhielt in Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste für den Verein und den Luftsport die Ehrenmitgliedschaft und als Zeichen des Dankes das Emblem der Fluggemeinschaft den „Floigenkaspar“ in Gold verliehen.

Die gleiche Anerkennung und Würdigung erhielt auch der langjährige technische Leiter Walter Bröker aus Winterberg.

Im April 2000 wurde durch das Ministerium in Münster die Struktur der Luftaufsicht geändert. Die Regierung hatte bisher den Flugplatzhaltern für Hoheitsaufgaben, die den Luftraum an Flugplätzen betreffen, eine begrenzte Anzahl Beauftragte für Luftaufsicht (BfL) mit Mindestqualifikation (PPL-A Berechtigung) zur Kontrolle aller startenden und landenden Flugzeuge vorgeschrieben. Die Luftaufsichtsbehörde hat ab April 2000 „ Flugleiter“ mit Funksprech-Berechtigung für dieses Aufgabengebiet zugelassen.

2001. In einer Jubiläumsfeier am 12.und 13. Mai erinnerte der Verein an die Neugründung nach dem II. Weltkrieg, an diesen denkwürdigen und mutigen Beschluss für den Neubeginn des Fliegens im Raum Schmallenberg.

Die Fliegerkameraden Albert Hoffmann und Franz-Josef Mönig haben aus alten Fotos und Filmabschnitten einen Video-Film „Flugsport im Raum Schmallenberg“ aufgearbeitet und im Rahmen der Jubiläumsfeier vorgestellt.

Am 01.07.2001 hat sich die Modell-Fliegergruppe, die der Fluggemeinschaft seit 1957 angegliedert war und seit Jahren sehr erfolgreich auf Wettbewerben flog, selbständig gemacht, weil die haftungsrechtliche Lage durch die Erweiterung und Genehmigung des Fluggeländes zwischen Wormbach und Berghausen dies unumgänglich machte. Der neue Verein nennt sich Modell-Flieger-Club (MFC) Rennefeld e.V. und bleibt der Fluggemeinschaft freundschaftlich verbunden.

Ab 2001 nun auch Internetpräsens unter unseren Namen „ www.rennefeld de.“ „www.flugplatz-rennefeld de.“ und„www.schmallenberg-rennefeld de.

2002 Sebastian Hömberg hat den Fluglehrer-Lehrgang erfolgreich absolviert und ist nun neuer Segelfluglehrer der Fluggemeinschaft.

Am 24.-26. Mai 2002 fand zum 1. Mal das Internationale Drachenfest auf dem Rennefeld statt. Es war ein voller Erfolg, der bei den Zuschauern gut ankam.

Das Jugend-Vergleichsfliegen des Bezirks 12 fand im Juli 2002 auf unserem Platz statt.

Anfang Oktober wurde als Ersatz für die altgediente Ka 13, die bei einer harten Landung so beschädigt wurde, dass eine Reparatur sich nicht lohnte, ein neues doppelsitziges Hochleistungs-Segelflugzeug ASK 21 angeschafft, das am 12.10.2002 auf den Namen „Hawerland“ getauft wurde, gleichzeitig  wurde die neue Doppeltrommel-Winde mit modernstem technischen Know-how der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Geistlichen beider Konfessionen teilten sich die Weihe und die Ansprachen. Eingeladen waren Vertreter der Nachbarvereine, Bürgermeister Halbe, Vertreter der Stadt Schmallenberg, Flugplatz GmbH, Banken und die am Bau der Winde beteiligten Firmen.

2003 Im Sommer wurde ein Schnupperkurs mit dem Motto „Fliegen mal ausprobieren“angeboten und durchgeführt.

Das 2. Drachenfest auf dem Rennefeld am 25.und 26. Mai 2003 war wieder ein gut besuchtes Ereignis.

Die Jahreshauptversammlung der Ultraleicht-Flieger (DULF) fand im September 2003 auf unserem Flugplatz statt. Alfred Schnüttgen – selbst UL-Flieger – hatte dies angeregt und organisiert. Leider kamen wetterbedingt die meisten Teilnehmer mit dem Auto statt mit ihren UL’s.

Im Jahresverlauf 2003 wurden die Pachtverträge mit der Kirchengemeinde Wormbach erneuert. Durch Gespräche und Ortstermine mit dem Kirchenvorstand, der Flugplatz GmbH und der Fluggemeinschaft konnte eine zufriedenstellende Einigung erzielt werden. Der Vertrag hat, wie auch der vorhergehende, eine Laufzeit von 30 Jahren.

Im Sommer war unser Flugplatz Kulisse für Filmaufnahmen der WDR-Sendung „Klingendes NRW“. Mit unserer Jodel-Regent D-EWSR und Hans-Georg Gloth am Steuer wurde der Moderator der Sendung Gisbert Baltus durch ganz NRW geflogen. Die Sendung und die Entstehung der Aufnahmen waren eine interessante Geschichte.

2004 Im Mai hat eine englische Hubschrauber-Staffel ein Mannöver auf dem Rennefeld durchgeführt. Die Soldaten waren für uns gern gesehene Gäste.

Gleichfalls im Mai fand das 3. Drachenfest statt, die Begeisterung war nicht mehr so groß wie beim 1. Mal.

Vom 23. bis 31.Juli 2004 war zum 5. Mal der Sauerland-Wettbewerb angesagt. Insgesamt wurden in 1 Woche 35.000 km geflogen. In der Club-Klasse erflog sich im Doppelsitzer das Duo Stefan Greiff / Volker Stracke den 2. Platz.

2005 Vom 05. bis 08. Mai wurde erneut ein Schnupperkurs angeboten. Melanie Schmidt hat sich um die Bewerbung besonders gekümmert, sodass so viele Anmeldungen eingingen, dass einigen Bewerbern abgesagt werden musste. Leider sind von den Schnuppernden nicht so ganz viele dabeigeblieben.

Auf dem Holzhallendach ist eine Photovoltaik-Anlage installiert worden, die am 01.06.2005 in Betrieb genommen wurde und zu unserer vollen Zufriedenheit funktioniert.

Auf Grund des Waldbestandes in östlicher Richtung sind uns von der Bezirksregierung Münster die Start- und Landebahnen gekürzt worden. Dies ist eine massive Einschränkung des Flugbetriebs und kann auf Dauer nicht akzeptiert werden. Es sind Gespräche mit der Flugplatz-GmbH und dem Grundstückseigentümer (Kirchengemeinde) geführt worden. Da es aber um viel Wald und damit um viel Geld geht, ist eine schnelle Lösung nicht zu erwarten.

An der Fluggemeinschaft Rennefeld ist der Trend von der reinen Segelflugschulung hin zur Ultraleichtausbildung nicht vorbeigegangen. So hat der Verein im Jahr 2005 reagiert und alte Segelflugzeuge ( die LS 1 D-0382  und die Ka 8 D-5023) verkauft, ebenso die alte Winde. Neu angeschafft wurde im September ein modernes Ultraleicht-Flugzeug, eine 2-sitzige Rans S 6 Coyote mit dem Kennzeichen D-MAOW. Für diese neue Flugsportart stehen 4 Fluglehrer (Frank Demelius, Paul Stracke, Konny Reimann, Alfred Schnüttgen) zur Verfügung.

Die erste Frau, die auf dem Rennefeld das Segelfliegen erlernte, konnte am 01.10.2005 auf ihre 50-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken. Elisabeth Schauerte aus Schmallenberg wurde 1955 als 23-jährige von der Faszination des Fliegens erfasst, hat 20 Jahre lang aktiv dieses für eine Frau ungewöhnliche Hobby ausgeübt und ist seit 1973 als Kassiererin für den Verein tätig.

Frank Beckmann hat bei der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug in der Senioren 15 m – Klasse den 2. Platz erflogen.

2006 hat erstmals eine Frau im Verein – Melanie Schmidt aus Oberhennborn – eine Lehrberechtigung erworben und zwar zunächst für die UL Ausbildung.

Das komplette Dach der Werkstatt (Falken Halle) musste erneuert werden. Die Arbeit wurde in Eigenleistung erbracht.

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Am 09.-10. September fand zum 2. Mal die Jahreshauptversammlung des Deutschen Ultraleicht-Verbandes auf dem Rennefeld statt. Das Wetter war gut und sehr viele Teilnehmer aus ganz Deutschland waren mit ihren UL-Flugzeugen da. Alle waren zufrieden mit uns und unserem Flugplatz.

2007 Am 18. Januar fegte der Sturm Kyrill über das Sauerland und richtete verheerende Schäden in den Wäldern an. Rund um unseren Flugplatz sah es schlimm aus. Allerdings hat uns Kyrill eine große Sorge genommen oder besser gesagt – weggeblasen. Die von der Bezirksregierung Münster verfügte Bahnverkürzung wurde zurückgenommen, und wir haben wieder die volle Länge der Start- und Landebahn.

Im Laufe des Jahres 2007 wurde zunehmend deutlich, dass wir mit einem Ultraleicht-Flugzeug nicht mehr auskommen werden. Um der großen Nachfrage zur UL-Ausbildung gerecht zu werden, haben die Ausbilder nach langen Überlegungen im Dezember einen Motorsegler der Ultraleichtklasse bestellt, einen Sinus 912, der im Juni 2008 geliefert wurde und das Wunsch-Kennzeichen D-MFRG erhielt.

Um den Neukauf zu realisieren, wurde der Flugzeugpark durch nicht ausgelastete Flugzeuge (die Motormaschine DR 300, das Segelflugzeug DG 300 und den Motorsegler SF 25) reduziert.

2008 konnte Paul Stracke aus Gleidorf auf seine 50-jährige Vereinszugehörikeit zurückblicken

Bereits in jungen Jahren interessierte er sich für den Luftsport und wollte fliegen lernen. 1959 bestand er die A-Prüfung und im Oktober 1960 erhielt er den Luftfahrerschein fürSegelflieger (PPL-C). Im Oktober 1963 legte er die Prüfung als Segelfluglehrer ab. Nachdem die Fluggemeinschaft 1962 ein Motorflugzeug gekauft hatte, schulte er weiter und erhielt im März 1964 die Motorfluglizenz (PPL-A), darüberhinaus den Motorseglerschein und die Motorsegler-Lehrberechtigung.

Neben seinen umfangreichen Aufgaben im Verein übernahm Paul Stracke auch Verantwortung im Verbandsbezirk 12.

Von 1974 – 1988 war er Bezirksausbildungsleiter – heute Gruppenfluglehrer – für 8 Vereine in seinem Bezirk. Die Bezirksregierung in Münster berief ihn 1975 zum Prüfungsratsmitglied, diese Aufgabe nimmt er auch heute noch wahr.

Paul Stracke ist noch immer im Verein tätig, inzwischen besitzt er seit 2005 auch die Ultraleicht- Lehrberechtigung.

Auf der Jahreshauptversammlung am 08.03.2008 ehrte ihn der Verein für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz und seine Verdienste in der Luftfahrt und Jugendarbeit.

2008 Eine Großveranstaltung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik  (KWF) mit rd.400 Ausstellern und ca. 40.000 Besuchern fand vom 04.bis 07. Juni 2008 rund ums Rennefeld statt und machte den Flugplatz Rennefeld in ganz Europa bekannt.

Am 27. und 28. September 2008 feierte die Fluggemeinschaft Rennefeld ihr

75-jähriges Bestehen mit einem „ Fly und Drive In“. Die Veranstaltung fand bei herrlichem Herbstwetter unter großer Beteiligung von Fliegerfreunden und Besuchern statt. Es wurde die ganze Vielfalt des Luftsports – Segelflug, Ultraleicht, Motorflug, Kunstflug, Oldtimershow, Fallschirmspringen und Heißluftballonstarts – den begeisterten Zuschauern geboten.

Der Wunsch der Fluggemeinschaft für die Zukunft: Viel jugendlichen Nachwuchs, der den „Traum vom Fliegen“ weiter trägt.

Die Geschichte des Floigenkaspers aus Schmallenberg